Läutewerk St. Andreasberg

Projektname

Ziele:

Ziel ist es, dass der unter Denkmalschutz stehende Glockenturm, das Wahrzeichen der Bergstadt St. Andreasberg, wieder als Glockenturm genutzt werden kann. Dies setzt die Erneuerung der Läutemaschine, der Schaltanlage, der Stahlgliederketten und der Funkfernsteuerung sowie des Elektroinstallationssatzes voraus. Der angestrebte langfristige Erhalt ortsbildprägender und identitätsstiften-der Gebäudesubstanz, die zudem den Status eines Denkmals hat, muss den Erhalt aller Teile des Gebäudes gleichermaßen mit einschließen.
Der langfristige Erhalt dieses Wahrzeichens liegt der Stadt Braunlage sehr am Herzen, denn es ist essentiell zur Bewahrung des kulturellen Erbes und des typischen Harzer Ortsbildes.

Kurzbeschreibung:

Der Glockenturm der Bergstadt Sankt Andreasberg hat eine lange Geschichte, denn seit über 300 Jahren läuten die Glocken vom Glockenberg. Dieser Glockenturm wurde als einfacher Holzturm errichtet. Der Standort des Glockenturms ist ideal. Die Ausrichtung liegt so, dass die Häuser in der Ober- und Unterstadt genau im Schall lagen.1733 bekam die große Glocke im Glockenturm einen Riss. Der Gießer Kehl bekam nach einigem Hin und Her den Auftrag zur Reparatur. Scheinbar trat dieser Riss nach kurzem wieder auf, denn 1797 wurde eine neue Glocke gegossen. Nachdem diese in den Glockenstuhl eingehangen war, bemerkte man, dass diese schief hing. Als sie zum Ausrichten noch einmal gelöst wurde, schlug sie zu Boden. Den Aufschlag hörte man in der ganzen Bergstadt. 1767 entbrannte ein Streit zwischen Kirche und Stadtverwaltung, wer die Kosten für die Instandhaltung des Glockenturms übernimmt. Die Stadt beruhte sich darauf, die Glocken dienen kirchlichen Zwecken. Dem entgegen setzte die Kirche, dass seit Erbauung die Stadt die Kosten des Turms übernahm. Kaum 150 Jahre alt war der Turm, da war er schon so verfault, dass die Andreasberger Sorgen hatten, ihn über-haupt durch den Winter zu bekommen. 1834 wurde dann der Turm um den Glockenstuhl herum neu erbaut: in der Form wie wir ihn heute kennen. Den Auftrag bekam Mühlenpfordt, der Erbauer der 1811 fertiggestellten Martini-Kirche. 1883 bekam der Glockenturm ein neues Uhrwerk. Im Ersten Weltkrieg wurden die alten Bronzeglocken eingezogen und zu Munition verwertet. Sie wurden 1920 durch drei Stahlglocken ersetzt, die vom Bochumer Verein gegossen sind. Seit jeher stellt er das Wahrzeichen der ehemals freien Bergstadt dar. Die Stadt Braunlage beabsichtigt die vorh. Läuteanlage am Glockenturm in St. Andreasberg zu erneuern bzw. auszutauschen. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wird als ortsbildprägendes Gebäude in der Liste der förderfähigen Gebäude geführt. Inhaltlich sollen die Läutemaschine, die Schaltanlage, die Stahlgliederketten, Elektroinstallationssatz und eine Funkfernsteuerung erneuert werden.

 

Projektträger: Stadt Braunlage

Projektstandort: St. Andreaswerk (Stadt Braunlage)

LEADER-Förderung: 14.000 €

Status: bewilligt