Erweiterung der Heimatstube Altenau-Schulenberg

Projekte der 8. LAG-Sitzung am 07. November 2017

Ziele:

Es ist Ziel, das kulturelle Erbe des Oberharzes für nachfolgende Generationen zu sichern, zu schützen und gleichzeitig lebendig auf einem aktuell ansprechenden Niveau zu präsentieren. Dazu wurde ein Konzept für die Zukunft erstellt und mit dem Ortsrat abgestimmt. Durch Sonderausstellungen, wie bereits in der Vergangenheit praktiziert, sollen zusätzlich Besucher gewonnen werden.

Kurzbeschreibung:

Die Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde der Bergstadt Altenau-Schulenberg e.V., die die Heimatstube als Museum ehrenamtlich und anerkannt gemeinnützig betreibt, trägt zur Pflege der besonderen Oberharzer Kultur bei, die vom Bergbau geprägt wurde. Sie bewahrt auch das materielle Erbe von Oberharzer Künstlern, insbesondere das von Karl Reinecke, und erinnert an das vielschichtige Vereinsleben der Oberharzer Bergstädte (insbesondere Altenau und Schulenberg).

Neben den „greifbaren“ Ausstellungsobjekten hat es sich die Heimatstube zur Aufgabe gemacht, auch immaterielles Kulturgut zu konservieren und zu bewahren. Als Beispiel sei die Oberharzer Mundart genannt, die nur im Gebiet des Altkreises Zellerfeld gesprochen wird.

Zur Erreichung des Projektzieles ist das Projekt in 3 Phasen unterteilt. In Phase 1 sollen bauliche Maßnahmen zur dringenden Erweiterung der Ausstellungsfläche sowie zum Schutz und Erhalt der Exponate durchgeführt werden. Trotz Aussonderung von vielen sehenswerten Exponaten zu den Themen „typische Oberharzer Berufe, Natur, Skisport, Wild & Wald, Geburt des Tourismus, Bergbau- & Hüttenvergangenheit, Kunst & Kultur“ ist kein ausreichender Platz vorhanden, um das Alleinstellungsmerkmal mit den Themen „Oberharzer Mundart“, „Bau der Okertalsperre“ und „Innerstetalbahn“ als thematische Schwerpunkte präsentieren.

In Phase 2 sollen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität in Angriff genommen werden. Vorgesehen sind die Beschaffung von digitalen Bilderrahmen/Bildschirmen mit Touchscreen sowie die Vorhaltung der Technik für Multimediaschauen sowie Lesestunden, Filmabende, Themenausstellungen, Videopräsentation, usw. Weitere Maßnahmen sind u. a. die Installation einer LED-Beleuchtung, die keine Hitze zum Nachteil der Exponate, insbesondere der Gemälde, abstrahlt. Auch der Sonnenschutz zum Vorteil der Original-Gemälde bedarf einer Verbesserung. An der Außenfassade zur Straßenseite und am behindertengerechten Seiteneingang sollen Leuchtschriften zur besseren Wahrnehmung angebracht werden.

In Phase 3 sollen (nachdem ein Teil der wertvollen Originale bei einem Einbruch Anfang der 2000er Jahre entwendet wurden) die Fenster mit Schutzgittern versehen und eine Einbruchmeldeanlage installiert werden.

Projektträger:   Kurbetriebsgesellschaft Oberharz

Projektstandort:  Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, OT Altenau-Schulenberg

Durch LAG beschlossene LEADER-Förderung:  16.000 €

Status:  beschlossen