Altgebäudeprogramm - Beratungsleistungen für Kaufinteressenten

Projekte der 7. LAG-Sitzung am 12. Juni 2017

Ziele:

  • Erhalt leerstehender oder von Leerstand bedrohter historischer oder ortsbildprägender Gebäude oder Gebäudeteile
  • Schaffung von Anreizen zur innovativen Nutzung des Gebäudebestandes
  • Beispielhafte Nutzungskonzepte für Altgebäude (zur Öffentlichkeitsarbeit)
  • Vorreiterrolle und innovative Chance zur (langfristigen) Belebung der Ortskerne           

Kurzbeschreibung:

In der Folge des demografischen Wandels ist im Westharz ein Überangebot an Gebäuden absehbar und in einigen Ortschaften ist bereits eine steigende Anzahl von Leerständen zu verzeichnen. Die Neuausweisung von Bauland würde die Nutzung bestehender Gebäude weiter reduzieren. Die Attraktivität würde weiter sinken und die Infrastruktur im Dorfkern weiter schwächen. Im Oberharz kommt hinzu, dass die Ausweisung von Baugebieten auf Grund der Ortslagen inmitten von Landschafts-, Naturschutz- oder FFH-Gebieten vielerorts nicht möglich ist.          

Das „Altgebäudeprogramm“ soll die Bereitschaft für die Nach- und Umnutzung von Gebäuden im Ortskern erhöhen und einen Anreiz zum Kauf und/oder zur Sanierung eines Altgebäudes, welches vor 1950 errichtet wurde, bieten. Das Angebot zu schaffen allein reicht nicht aus, es muss intensiv beworben werden. Daher ist eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit Teil des Projektantrags. Eine Kommune stellt den Antrag auf LEADER-Förderung für ein Beratungsbudget inkl. der Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit für alle Kommunen. Es wird ein Beratungskontingent (Stunden) pro Objekt („Beratungsgutscheine“) festgelegt. Die Kommune schreibt die Beratungsleistungen aus und vergibt diese an ein qualifiziertes Fachbüro. Die Öffentlichkeitsarbeit kann entweder von diesem Büro geleistet/unterbeauftragt werden oder wird separat ausgeschrieben. Die Bewerbung der Beratungsleistungen kann z.B. auch in Kooperation mit der Energie Ressourcen Agentur Goslar oder Maklern geleistet werden. Bei Interesse/Bedarf können Kaufinteressenten kostenlose Beratungsleistungen oder eine Konzepterstellung bei dem Beratungsbüro anfragen. Die Abrechnung findet auf Basis des Stundennachweises zwischen dem Büro und der antragstellenden Kommune statt. Die Kofinanzierung wird entsprechend geleisteter Beratungsstunden zwischen den Kommunen geregelt/aufgeteilt. Hier sind unterschiedliche Kontingente denkbar, je nach zur Verfügung stehender Mittel. Dazu gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen den beteiligten Kommunen. Die alleinige Ausrichtung auf junge Familien erscheint ebenfalls unzeitgemäß. Daher wird bei den Kaufinteressenten kein Unterschied gemacht und die Beratungsleistungen unabhängig von Kindern gewährt.

Projektträger:   Stadt Langelsheim

Projektstandort:  Stadt Langelsheim, Stadt Seesen, Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld

Durch LAG beschlossene LEADER-Förderung:  33.600 €

Status:  beschlossen